Welcome, world traveler

Die Idee stammt von meiner Bucket-Liste also der Liste mit Dingen, die man im Leben unbedingt machen sollte: 1. Kauf ‘ dir einen Land Rover Defender, 2. Bau’ das Ding zu einem Reisemobil aus und 3. Geh’ damit auf eine längere Tour. Weshalb? Keine Ahnung! Ich erklär’s euch vielleicht nachdem ich wieder zurück in der Schweiz bin – falls ich es bis dann selbst herausgefunden habe.

Jedenfalls wollte ich schon lange so einen Defender haben und diesen Herbst war die Zeit für ein nächstes Sabbatical gekommen also habe ich damit begonnen das Vorhaben endlich umzusetzen. Gefunden habe ich meinen Defender bei Fuchs Fahrzeuge im Flüehli LU und um- und ausgebaut habe ich ihn danach innerhalb von rund zwei Monaten in der Garage meiner Eltern. Eh voilà: Hier ist “Yeti, the word traveler”, mein full-fledged-all-season-all-terrain-wide-range-travel-vehicle.

Schon der Fuchs in Flüehli hatte den Defender etwas gepimmt mit Heavy-Duty Hinterachsen und längeren Federbeinen für mehr Bodenfreiheit. Zudem waren bereits Bremsen und Kupplung erneuert und der ganze Unterboden behandelt und versiegelt worden. Und den Rost musste man im Gegensatz zu den anderen Defendern, die ich mir angeschaut hatte, fast schon mit der Lupe suchen. Der Ausgangszustand war somit trotz einem Alter von 10 Jahren und rund 80’000 km sehr gut.

In der Land Rover Garage von Jak. Bösch in Hinwil habe ich das Fahrzeug dann nochmals durchchecken, alle Schrauben anziehen sowie einige Zusatzteile wie Dachträger, zweites Ersatzrad, Differential- und Lenkstangenschutz montieren lassen. Und Overland 4tec in Tuggen hat mir ein Doppelbatterie-System und die Standheizung einbaut.

Mit Unterstützung meiner Eltern selbst ausgebaut haben wir den ganzen Innenraum: Sitzbank, Tisch und Queen-Size Bett aus Holz, ordentlich viel Stauraum, Deckenlampen, Vorhänge zur Verdunkelung, Kühlschrank und eine weitere Versorgerbatterie damit jederzeit genügend Strom für kühles Bier, die Beleuchtung und das Aufladen der ganzen Elektronikgeräte vorhanden ist. Weiter an Board sind ein Solarpanel auf dem Dach sowie insgesamt 110-Liter Diesel für genügend Reichweite und Unabhängigkeit. Und für ein wenig Gemütlichkeit nach einem anstrengenden Reisetag habe ich natürlich auch ein Vorzelt, Campingtisch und -stühle dabei. Gekocht wird mit dem mobilen Campingkocher aber natürlich dürfen auch ein Grill und das Raclette-Öfeli in meinem mobilen Swiss Chalet nicht fehlen!

Weitere Details und Fotos zum Defender folgen sobald dieser am Ausgangspunkt meiner Reise hier in Montevideo angekommen ist. Vor 4 Wochen habe ich ihn von der Spedition ITS International Transport and Shipping Ltd. in Basel in einen Container verpacken und verschiffen lassen. Ich bin nun seit zwei Wochen hier in Montevideo vor Ort und frische meine Spanisch-Kenntnisse auf, mein Yeti ist noch unterwegs und soll planmässig am kommenden Wochenende im Hafen einlaufen.

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